Pressespiegel
"...ein phänomenales Projekt der Reutlinger Kammeroper, das wenig bühnentechnischen Mitteln eine erstaunliche Vielfalt aus Händels antikem Mythos herausholt, verklärt und entrückt, aber musikalisch sowie interpretatorisch hochaktuell und ergreifend."
Reutlinger Generalanzeiger 18.9.23
Insgesamt manifestiert sich ein phänomenales Projekt der Kammeroper, das aus wenig bühnentechnischen Mitteln eine erstaunliche Vielfalt aus Händels antikem Mythos herausholt: verklärt und entrückt, aber musikalisch sowie interpretatorisch hochaktuell und ergreifend.
Reutlinger Generalanzeiger
Felicitas Brunke, Florian Hartmann und Bagdasar Khachikyan gelingt es nicht nur, die lange als „künstlich“ gescholtenen hochvirtuosen barocken Arien perfekt und gefühlvoll zu interpretieren, sondern das mythische Spiel in ein zeitloses Beziehungsdrama zu dritt zu verwandeln. (...)
Das Spiel zu Dritt um Liebe, Eifersucht und Tod wird sichtbar in sprechenden Gesten von Nähe, Abwehr, Distanz und Dominanz; die elementare Kraft zeigt sich auch darin, dass die Darsteller barfuß agieren. Eine anrührende Regie-Idee: Am Ende legt sich der Mörder trauernd neben sein Opfer. Bei Ovid löst sich der Konflikt in der Verwandlung (Metamorphose), bei Händel in einem Schluss-Terzett, das – passend zu den Feier-Anlässen – den Triumph der Liebe markiert und die Hoffnung besingt. Großer Jubel, lang anhaltender Applaus.
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