Die Briefe des Vincent van Gogh
ein Monodrama von Grigori Frid
Kammermusikfassung: Bagdasar Khachikyan
Vorstellung:
30. November 2025 um 19h
Freie Georgenschule Reutlingen
3. Dezember 2025 um 19h
Werkstatt Sudhaus Tübingen
Mit:
Hans Porten (Bariton)
Nao Ueda (Klavier)
Thomas Löffler (Klarinette)
Dietmar Gräther (Kontrabass)
Ausstattung:
Anke Niklas
Technik und Licht:
Jakobus Stützel
Regie:
Winni Victor
Pressespiegel
… hier ereignete sich Außerordentliches. 70 Minuten lang verkörpert Hans Porten den Künstler auf dem Weg zum künstlerischen Durchbruch und psychischen Zusammenbruch. Singt sich mit samtweich schwebendem Bariton durch die verträumten Passagen, lässt seine Stimme hart werden, wenn die Alpträume den Künstler heimsuchen, lotet zartes Sehnen und dunkle Verweiflung aus. Er verschmilzt mit der Figur. (…) Frids atonale Musik verklanglicht feinnervig die Stimmungen des Protagonisten mit melodisch anschmiegsamen Ruhepolen, mit aufwühlenden Spreizklängen oder fahl lastender Depression. (…) Musiktheater als packendes Psychogramm…
Armin Knauer, Reutlinger Generalanzeiger 7.12. 2025
Vincent van Gogh
einer der fremd blieb in der Welt und ein Zuhause nur in der Malerei fand, ein unermüdlicher Arbeiter, leidenschaftlich, verletzlich, getrieben, gehetzt, ausgegrenzt. Fast täglich schrieb er Briefe an seinen Bruder Theo, seinen einzigen Vertrauten und sein einziger Halt im Strudel seines Lebens.

Grigori Frid, geb. am 22.September 1915, war Komponist und Maler. Er entstammte einer russisch-jüdischen Familie, sein Vater war Literaturjournalist, seine Mutter Pianistin. In der Stalinzeit verfolgt kamen viele seiner Familienmitglieder um. Mit den Eltern verbannt nach Sibirien begann er sein Musikstudium in Irkutsk, konnte es 1935 in Moskau am Konservatorium fortsetzen. Schostakowitsch, Strawinsky, Schönberg und Berg prägten seine Auseinandersetzung mit der Musik des 20.Jahrhunderts. Er starb am 22. September 2012 in Moskau.
Sein vielleicht bekanntestes Werk ist „Das Tagebuch der Anne Frank“, das er 1969 komponierte.(2015 aufgeführt von der Reutlinger Kammeroper).
1975 entstand die Monooper „Die Briefe des Vincent van Gogh“.

